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Urlaub in Roquetas
"Seit einigen
Jahren zählen mein Mann und ich zu den stolzen Katzenbesitzern. Wir selber
beherbergen drei dieser wunderschönen Tiere bei uns. Oder sollte ich doch
besser sagen, dass wir noch das Glück haben, bei den Dreien wohnen zu dürfen?
Das trifft es - ehrlich gesagt - wohl eher. Seit unsere drei Mäuschen bei uns
eingezogen sind, lässt mich das Thema Katzen nicht mehr los. Anfangs las ich
viele Bücher und schnüffelte im Internet, um mich schlau zu machen und möglichst
viele Tipps zu bekommen. Mittlerweile gehört das Schnüffeln nach schönen HPs
im Netz mit dem allgemeinem Thema Katzen für mich eigentlich schon zum normalen
Alltag.
Ganz besonders haben es mir immer die Tierschutzseiten angetan. Mehr aus
Zufall gelangte ich so auch eines Tages auf die HP des Katzenheims Roquetas. Die
Seite hat mich sofort gefesselt. Ich habe mich lange und immer wieder dort
aufgehalten und meine Begeisterung stieg mit jedem Besuch der HP. Ich war
absolut angetan von der Liebe und Wärme, mit der hier über die Katzen des
Heims berichtet wird. Als ich von den vielen Problemen las, die im Katzenheim an
der Tagesordnung sind, wurde mir ganz schnell klar, dass ich helfen wollte,
soweit es in meiner Macht steht. Da ja Roquetas nicht gerade um die Ecke liegt,
entschloss ich mich zunächst, eine Patenschaft für ein Kätzchen zu übernehmen.
Und da mein Herz schon immer an den kleinen Sorgenkätzchen hing, habe ich mich
spontan für ein kleines namenloses Sorgenkind des Katzenheims entschieden. Ein
wunderschöner rot/weißer Kater, den ich als zukünftige Patentante auch noch
taufen durfte. Schon lag das spanische Wörterbuch in meiner Hand und ich
entschied mich nach einigem suchen für den Namen: „Osito“, was soviel
bedeutet wie „Kleines Bärchen“. Meine Begeisterung für das Katzenheim
hielt natürlich an, als ich fast umgehend nach meinem Patenschaftsantrag die
Mail-Antwort von Daniela bekam. Osito war getauft, ich war seine stolze
Patentante und ganz fix konnte ich sowohl eine wunderschöne Patenurkunde als
auch eine richtig rührende Danksagung von Osito auf der HP des Katzenheims
bewundern.
Nachdem
das geregelt war, wuchs in mir mehr und mehr der Wunsch, unseren Patenjungen
auch mal persönlich kennen zu lernen. Erst jetzt fing ich an, mich darüber
schlau zu machen, in welcher Gegend Spaniens Roquetas eigentlich liegt. Schnell
war klar: Roquetas liegt in Andalusien und es ist ein (fast) reines
Urlaubsgebiet. Urlaub…, das hörte sich doch gut an! Und damit konnte ich auch
gleichzeitig drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen selber vor dem
langen deutschen Winter noch ein wenig Sonne und Wärme tanken, zum zweiten
meinen Mann eine Freude machen, der schon lange mal wieder in den sonnigen Süden
wollte, und zum dritten unseren Osito kennen lernen. Micha (mein Mann) war
sofort überzeugt, Reiseangebote waren schnell heraus gesucht und ganz fix
gebucht, und die Pflege unserer eigenen Katzen für diese Zeit war schnell
organisiert. Bevor es los ging, setzte ich mich per Mail mit Dagmar in
Verbindung, um uns auch gleichzeitig als Flugpaten anzubieten. Wenn wir schon zu
unseren Dreien keine weitere Katze aufnehmen konnten, wollten wir zumindest in
so weit helfen, als dass wir bereits vermittelte Kätzchen mit zurück nach
Deutschland nehmen wollten. Aus der kurzen Mail an Dagmar wurde noch vor unserem
Abflug ein recht reger telefonischer bzw. Mail Kontakt. Wir wollten auch helfen,
indem wir dringend benötigte Dinge mit nach Roquetas bringen, und Dagmar stand
uns jederzeit mit Rat und Hilfe bzgl. der sinnvollsten Mitbringsel zur Seite.
Daraus wiederum ergab sich auch noch vor unserem Urlaub der Kontakt zu Gila, die
vor Ort in Roquetas das Katzenheim tatkräftig unterstützt. Kurz vor unserem
Abflug meldeten wir auch schon mal vorsichtshalber zwei Transportboxen für den
Rückflug bei unserer Fluggesellschaft an.
Am
29. Sept. 2004 war es dann endlich soweit. Mit zwei großen Koffern und einem
Rucksack, die hauptsächlich mit Dingen für das Katzenheim gefüllt waren, ging
es per Flugzeug von Köln/Bonn nach Almeria. Obwohl der Transfer in unserer
gebuchten Pauschalreise enthalten war, ließ es sich Gila nicht nehmen, uns persönlich
vom Flughafen ab zu holen und in unserem Hotel in Roquetas abzusetzen. Und
bereits für den nächsten Tag stand der erste Besuch im Katzenheim auf dem
Programm. Wir waren mehr als gespannt, auf das, was uns erwarten würde.
Pünktlich
um 10.30 Uhr wurden wir am nächsten Morgen von Gila abgeholt. Ein kleiner Umweg
musste aber sein. Denn um den Katzen mit unserem Besuch auch eine richtige
Freude zu bereiten, haben wir uns entschlossen, ihnen mal eben 4 kg frischen
Fisch mit zu bringen. Die Verkäuferin im Supermarkt schaute bei der gewünschten
Menge nicht schlecht, aber was will man machen? Zu der Zeit wohnten ca. 235
Katzen im Heim, und die wollten ja alle ein wenig von dem Fisch ab bekommen.
Und
dann war es endlich soweit. Bewaffnet mit ganz vielen Taschen und Tüten fuhren
wir am Katzenheim vor. Der Weg dort hin war schon etwas abenteuerlich und ich
war froh, dass wir die „Straße“ nicht mit einem kleinen Mietwagen zurück
legen mussten. Das Katzenheim liegt nämlich nicht mitten in Roquetas, sondern
etwas abgelegen in den Bergen. Das erste, was wir bei unserer Ankunft hörten,
war eine herzliche miauende Begrüßung von mind. 10 Katzen, die wohl schon den
Duft des frischen Fisches in der Nase hatten. Dann durften wir aber zunächst
Monika Schwaller kennen lernen. Monika kam nach ihrer Pensionierung von
Deutschland nach Roquetas um sich voll und ganz dem Katzenheim und ihrer Liebe
zu den Tieren zu widmen. Sie ist der gute Geist des Katzenheims und kümmert
sich von morgens bis abends rührend um die Fellchen. Daher fiel der erste
Kontakt zu Monika auch recht kurz aus, da sie um diese Uhrzeit noch voll beschäftigt
war. Aber erst hatten wir ja auch jede Menge damit zu tun, uns alles an zu
sehen, die Kätzchen ein wenig kennen zu lernen und unsere Mitbringsel zu verfüttern.
Gila stand bereit, um uns alles zu zeigen.
Unser
Rundgang begann in dem großen Freilauf. Hier leben die Katzen, die schon etwas
länger im Katzenheim sind, die gesund sind und sich im Freilauf wohl fühlen.
Kaum setzten wir mit unserem Fisch den ersten Fuß in den Freilauf, wurden wir
von den
unterschiedlichsten Katzen umringt. Der Fisch war der Hit, aber auch die anderen
Leckerchen wurden dankbar angenommen. Wir waren etwas überrascht, da wir gerade
bei den Katzen, die im Freilauf leben, damit gerechnet hatten, dass es sich
hauptsächlich um sehr zurückhaltende, scheue Katzen handelt. Aber dem war
absolut nicht so. Von überall her wurden wir mehr als freudig begrüßt und die
erste Ladung Fisch war in null Komma nix in diversen Katzenmägen verschwunden.
Anschließend ließen wir uns einfach mal die Zeit, uns in Ruhe in den Freilauf
zu setzen um den Kontakt mit den Tieren zu suchen. Ich kann nur sagen, es sind
in der Hauptsache einfach Traumkatzen. Kaum saßen wir, hatten wir die erste
Katze (in meinem Fall „Kyra“) auf dem Schoß. Und immer mehr Schmuser näherten
sich bereitwillig und genossen die Streicheleinheiten. „Moritz“, ein bildschöner
großer schwarzer Kater, war sofort der Meinung, dass mein Rucksack der ideale
Platz wäre, um es sich darin gemütlich zu machen. „Paulito“, ebenfalls ein
Traumkater, schmiegte sich an meine Seite und achtete eifersüchtig darauf, dass
die Streicheleinheiten
auch gerecht verteilt wurden.
An meinen Beinen ließen sich weitere Katzen
nieder. Alleine mit schmusen und streicheln waren wir jetzt erst mal
ausgelastet. Am liebsten hätten wir alle eingepackt und mitgenommen, aber wir
waren mit drei eigenen Katzen zuhause ja nun mal voll. Es war einfach wunderschön,
dieses Vertrauen der Katzen in uns als „wildfremde“ Besucher zu erleben. Ein
Erlebnis, dass uns noch lange das Herz wärmen wird (auch im kaltem
Deutschlandwinter). Nur unser Patenjunge Osito hielt sich ein wenig zurück. Er
beobachtete lieber aus der Ferne, aber das war auch in Ordnung, denn Osito gehört
zu den etwas scheueren Katzen. Während dieser Zeit stellten wir auch fest, dass
die spanischen Kätzchen anscheinend viel sozialer in einer Katzengemeinschaft
zusammen leben, als wir es eigentlich gewohnt sind. Nur ganz selten sahen wir
mal eine Katze alleine, die meisten schlummerten und schmusten in Gruppen von
etwa drei bis vier Kätzchen gemeinsam. Nach diesem Eindruck sind wir zu der Überzeugung
gekommen, dass sich diese Kätzchen evtl. viel einfacher in einen Haushalt mit
bereits vorhandenen Katzen integrieren können, da fast alle Katzen ein sehr
ausgeprägtes Sozialverhalten zeigen.
Nach
einiger Zeit ging es dann für uns weiter in den Innenbereich des Katzenheims
(obwohl wir uns nur sehr schwer trennen konnten). Hier sind die Tiere unter gebracht, die
aus den unterschiedlichsten Gründen (noch) nicht in den Freilauf dürfen.
Hauptsächlich sind das Katzenmütter mit ihren Babys, kranke Katzen, gerade neu
aufgenommene Katzen usw. Sie leben im Innenbereich in ihren Boxen meist mit
mehreren
zusammen. Hier wurde uns das Herz ein wenig schwer, denn viele dieser Katzen
bettelten förmlich nach Schmuseeinheiten. Alle sind dort unheimlich lieb,
verschmust und wenn wir einen Raum verließen, wurde uns herzzerreißend
nachgeweint.
Einer meiner spontanen Lieblinge „Filou“ - ein wunderschöner,
roter Kater - warf seinen Schnurrmotor bereits an, wenn man nur in die nähe
seiner Box kam. Auch hier haben wir großzügig Fisch und Leckerchen verteilt,
die gerne genommen wurden.
Weiter
ging es dann in die beiden kleinen Freiläufe. Und auch hier bot sich uns das
gleiche Bild der absolut lieben, zutraulichen, verschmusten Kätzchen. Ganz
besonders angetan
waren wir hier z.B. von „Martha“. Im Vergleich zu den meisten anderen
spanischen Katzen ist sie ein kleines „Möppelchen“ in schwarz/weiß. Martha
ist „Dauerheiser“, da ihre Stimmbänder nicht ganz in Ordnung sind.
Gleichzeitig ist sie aber eine absolute Schmuserin und ihrer Begeisterung über
die Zuwendung tat sie mit einem krächzendem Miau kund. Oder „Estella“ ein
wunderhübsches, junges Glückskätzchen.
Sobald wir den kleinen Freilauf betraten, saß Estella in meinem Nacken und sah
überhaupt keine Veranlassung, diesen Platz wieder zu verlassen. Sehr berührt
hat uns auch das Schicksal von „Nelly“, einer 11 Jahre alten Glückskatze.
Nelly
hatte jahrelang frei in Roquetas gelebt und wurde dort von Rolf Hettkamp - dem
Besitzer den Katzenheims - versorgt. Eines Tages wurde sie mit einem
Schrotgewehr angeschossen und von dieser Tat ist ihr leider ein steifes Beinchen
geblieben. Dadurch war es natürlich nicht mehr möglich, Nelly weiterhin frei
in Roquetas laufen zu lassen und so kam sie ins Katzenheim Nelly war anfangs
sehr scheu, was sich aber mehr und mehr gibt. Wir durften sie durchaus
vorsichtig streicheln und als Dank wurden wir kräftig beschnurrt.
Den Abschluss unserer Tour durch das Katzenheim bildete dann die so genannte
„Kinderstube“. Dabei handelt es sich eigentlich um den Wohnbereich von
Monika, die dort aber auch gleichzeitig die kleinen bzw. kränklichen Katzen
versorgt. Ca. 20 Kätzchen leben dort dauerhaft. Hier lernten wir als erstes „Chica“
kennen
Sie sprang mir direkt in die Arme
und kletterte von dort aus weiter in meinen Nacken. Chivila war eines der Kätzchen,
die uns auf dem Heimflug begleiten sollten, denn sie hat mittlerweile ein
wunderschönes Zuhause in Deutschland. Die zweite Superschmuserin der Kinderstube ist
„Baroness“.
Selten haben wir ein so liebes Kätzchen gesehen. Baroness kommt
sofort auf jeden Fremden zu und hätte so gerne ein eigenes Zuhause mit
Menschen, die sie den ganzen Tag beschmusen kann. Allerdings leidet Baroness
unter Asthma, was ihre Vermittlung ein wenig erschwert, denn an ihre zukünftigen
Menschen stellt sie ein paar Ansprüche. Sie muss krankheitsbedingt unbedingt
ein Zuhause bei Nichtrauchern finden, die auch gleichzeitig viel Zeit für sie
haben. Aber ansonsten ist Baroness einfach nur eine Traumkatze.
Den
Nachmittag verbrachten wir gemeinsam mit Monika, Gila und „Amike“ (einem
kleinen Päppelbaby von ca. sechs Wochen, die zusammen mit ihrer kleinen Schwester im Müll
gefunden wurde und momentan noch unter einer Pilzerkrankung leidet) im Schatten
vor dem Katzenheim bei einer Tasse Kaffee. Monika hat uns dabei viel erzählt
und sich sehr viel Zeit für uns genommen. Sie berichtete von den kleinen und
großen Problemen und Erfolgen, die tagtäglich anstehen. Sie sprach von dem
beispiellosen Einsatz der Menschen rund ums Katzenheim, die Angst um die kranken
Tierchen und die Freude über jede erfolgreiche Vermittlung. Zu Recht ist sie
ganz besonders stolz auf die medizinischen Versorgung der Katzen, die durch den
Vertrag, der mit einer Tierärztlichen Praxis in Roquetas abgeschlossen wurde,
sichergestellt ist. Dieser Vertrag sichert nicht nur die notwendigen
Behandlungen von kranken Katzen sondern beinhaltet ebenfalls, dass Kastrationen,
Impfungen und Bluttests durchgeführt werden. Monika berichtete, dass die
Bluttests in diesem Jahr bisher ergeben haben, dass 98,5 % der Katzen Leukosefrei getestet wurden. Eine bessere Quote kann man sich nicht wünschen.
Schließlich fuhren wir am frühen Abend mit einer emotionalen Mischung aus Rührung,
Respekt und Mitgefühl wieder in unser Hotel.
Dieser
erste Besuch im Katzenheim ließ uns nicht mehr los. Gedanklich begleitete er
uns den Rest des Urlaub. Und da uns ja klar war, dass wir das Katzenheim nach
unserem Urlaub nicht mehr regelmäßig besuchen konnten, war ein zweiter Besuch
an unserem letzten Urlaubstag bereits fest eingeplant.
Bei
diesem zweiten Besuch bekamen wir hautnah mit, wie ein Kätzchen in die Obhut
des Katzenheims kam. Am Abend vor unserem letzten Urlaubstag fand Gila auf der
Straße ein ca. sechswöchiges Katzenbaby, das offenbar kurz vorher von einem
Auto angefahren wurde. Gila sammelte das kleine Mäuschen natürlich sofort auf
und brachte es zu der Tierarztpraxis des Katzenheims. Hier wurde festgestellt,
dass das Kätzchen von dem
„Unfall“ einen
Hüftbruch, einen Kniebruch und den Bruch eines Pfötchens davon getragen hatte.
Da sie aber voll im Wachstum stand, konnten die Beinbrüche weder genagelt, noch
gegipst werden, sondern mussten von alleine zusammen wachsen. Durch den Hüftbruch
wird die Kleine wohl ihr Leben lang hinken, aber ansonsten stellten die Ärzte
fest, dass sie auch weiterhin ein ganz normales Katzenleben führen kann. Dieses
Kätzchen saß nun bei Gila im Auto und sollte mit uns zusammen zum Katzenheim
transportiert werden. So ein kleines tapferes Mädchen haben wir selten gesehen.
Während der ganzen Fahrt schaute sie uns nur sehr ängstlich an und tat ihren
Unmut manchmal mit etwas fauchen kund. Aber trotz der großen Schmerzen, die sie
gehabt haben muss, hat sie nicht einmal geweint. Oben im Katzenheim angekommen,
wurde sie zunächst von Monika und Gila liebevoll versorgt und entfloht. Dabei
stellte sich raus, dass sie keineswegs wild war, sondern nur fauchte, weil sie
solche Angst und Schmerzen hatte. Wir konnten gar nicht anders und übernahmen
sofort die Patenschaft an dem kleinen Mädchen. Ihr Name ist nun „Cara“,
momentan lebt sie zur Pflege bei Gila und wird dort rührend hochgepäppelt.
Für
die anderen Katzen gab es dieses mal keinen Fisch, dafür aber
ganz viele
andere Leckerchen. Und auch damit trafen wir voll ins Schwarze. An diesem Tag
wiederholten wir gemeinsam mit Monika unseren Rundgang durchs Katzenheim. Monika
kennt jede Katze in- und auswendig, kann zu jedem Fellchen die ganz persönlich
Geschichte erzählen und ist durchaus in der Lage, ca. 10 schwarze Katzen
auseinander zu halten (Originalzitat von Monika: „aber die eine schwarze Katze
ist doch viel weniger schwarz, als die andere“). Ganz besonders hat uns bei
diesem Rundgang gefreut, dass plötzlich unser Patenjunge Osito vor uns stand,
um Streicheleinheiten bettelte und versuchte, die anderen Katzen ein wenig von
uns abzuschirmen. Es war fast so, als hätte er an diesem Tag realisiert, dass
wir seine Pateneltern sind und hauptsächlich wegen ihm die Reise angetreten
haben.
Auch
dieser Tag war wunderschön, manchmal sehr rührend und ungemein interessant. Am
frühen Abend hieß es dann für uns Abschied nehmen von Roquetas, dem
Katzenheim, den vielen süßen, schmusigen Kätzchen, Monika, Gila und den
anderen ehrenamtlichen Helfern. Es ist uns nicht leicht gefallen und unsere nächste
Reise nach Roquetas ist bereits für den Mai nächsten Jahres fest eingeplant.
Leider
war es uns dann doch nicht möglich, als Flugpaten einzutreten, obwohl wir
liebend gerne ein paar Kätzchen mit uns im Flugzeug transportiert hätten.
Einen Strich durch die Rechnung machte uns dabei die Chippflicht, die am 1.
Oktober dieses Jahres eingeführt wurde. Es war einfach viel zu kurzfristig, die
vorgesehenen Kätzchen chippen zu lassen, so dass diese erst ein paar Tage
später abreisen konnten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, im nächsten
Jahr werden uns sicher ein paar Katzen als Flugpaten begleiten.
Wir
möchten uns auch noch mal ganz herzlich bedanken, bei Herrn Hettkamp, ohne den
es das Katzenheim nicht gäbe, bei Dagmar, die vor und nach unserem Besuch stets
ein offenes Ohr (Mailbox, Telefon) für uns hatte, bei Gila, die sehr viel Zeit
für uns geopfert hat und immer für uns da war und ganz besonders bei Monika,
die sich stets und ständig mit ihrer ganzen Liebe und Führsorge die Tiere im
Katzenheim rührend versorgt und sich zusätzlich auch noch sehr lieb um uns gekümmert
hat. Ach ja und nicht zuletzt wollen wir uns bei all den süßen, schmusigen,
lieben Fellchen vom Katzenheim bedanken, die es uns so schwer gemacht haben,
ohne sie wieder nach Hause zu fliegen. Es war ein wunderschöner Urlaub, den wir
- Dank Euch - nicht so schnell
vergessen werden.
Wir kommen wieder!"
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Wir
bedanken uns von ganzem Herzen bei Claudia und Michael für alles - für die
Zeit, die sie sich genommen haben, um einmal ihr Patenkind persönlich kennen zu
lernen, und auch alle Anderen im Katzenheim zu besuchen, für die schönen
Geschenke, die sie ihnen
mit gebracht haben und zu sehen (und nun auch zu
wissen), welche Menschen vor Ort hinter den Katzen stehen und wie sie sich
tag-täglich für sie einsetzen.
Alle
freuen sich Euch wieder zu sehen! Bis bald!
Alles
Liebe!
Die Katzen und Menschen vom Katzenheim Roquetas
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