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Als wir erfuhren, dass man Zorro's Freund "Tiger"
getötet hatte, brannten bei uns alle Alarmsirenen und wir setzten alles daran,
dass wir zumindest Zorro noch das Leben retten konnten - beide hatten schon
längere Zeit im Refugio (Tötungsstation) überleben können. Das allein war
schon ein Wunder, denn dort ohne Rücksicht jeden Freitag
"gereinigt" (die Tiere werden vergast, egal ob jung, ob alt, ob
krank, ob gesund, Mütter, Babies ...)

Zorro noch gestern Mittag (25.Juli 2004) im Refugio:
nur kahle, karge
Wände und Gitter, über 40°(!) Hitze!!!
Die Telefonleitungen liefen heiß zwischen Spanien und
Deutschland und durch unseren Aufruf "Zorro schwebt in höchster
Lebensgefahr" haben sich sogar liebe Menschen gefunden, die spontan ein
Zuhause für Zorro angeboten haben - das war wie ein Wunder und wir konnten es
kaum glauben. Wir danken für dafür erst einmal ganz, ganz herzlich!
Jetzt war alles vorbereitet,
es konnte losgehen, aber es fehlten noch die
Flugpaten!!!
Doch auch hier stand unsere Rettungsaktion unter einem guten Stern: in Frau Anne Roese-Mellin
und ihrer Schwester fanden sich zwei liebe Schutzengel, die sich
spontan bereit erklärten, Zorro in die Freiheit zu geleiten!
Dann endlich kam
der erlösende Anruf aus Spanien: "Zorro ist auf dem Weg zu Euch! Sie sind
abgeflogen!"
In der Nacht zum Flughafen
... Warten, das ist das Schlimmste. Doch zu
wissen, dass Zorro der Hölle und damit seinem sicheren Tod entkommen, hat uns
die verbleibende Zeit erträglicher gemacht.
Dann war es soweit, auf der Anzeigentafel erschien: "GELANDET"
Nun wurden doch
die verbleibenden Minuten zur Qual, bis sie dann endlich durch die Türe
kamen!!!
Da waren sie! Alle
DREI!

Nun war Alles
vorbei: die Angst, die quälenden Gedanken - Zorro ist in Sicherheit! Niemand
wird den Schatz jemals wieder dieser Hölle aussetzen können.
Wir waren alle so
glücklich, unsere Freudentränen konnten wir alle nicht verbergen. Und Zorro saß so lieb und ruhig in seinem Transport-
körbchen, ein kleinwenig unsicher, doch kam gleich mit dem Köpfchen an
Gitterchen, damit wir es berühren können.
Jetzt gab es nur
noch eine kurze Autofahrt und Zorro war zu Hause - bei seinen Pflegeeltern.
Ungläubig, aber
neugierig ging der kleine Schatz durchs Zimmer, all diese Dinge hatte Zorro niemals
zuvor gesehen: Körbchen, Deckchen, Kuschelkissen und -Höhle, ein eigenes Klöchen,
eigenen Näpfchen mit frischem Wasser und gutem Essen gefüllt.
Immer wieder ging
die Maus durchs Zimmer, immer wieder schaute sie uns an, untersuchte - so,
als ob er sagen wollte: das ist alles gar nicht wahr, ich glaube ich träume,
oder?!
Nein, kleiner
Schatz - Du träumst nicht, es ist wahr!
Die Hölle ist vorbei, jetzt beginnt für Dich eine glückliche Zukunft, das
haben wir Dir versprochen!
Es sind
überglücklich mit Dir:
Canan (Deine
Beschützerin in Spanien, die Dich liebevoll von Zorro in "Charly"
umgetauft hatte)
Anne und Rotraut (Deine Flugpaten-Schutzengel)
Rita und Dagmar (Deine Beschützer hier in Deutschland)
und all die Menschen, die Anteil an Deinem Schicksal genommen haben.
Wir
hoffen und beten, dass es noch ganz viele "Happy-End's" geben wird,
Menschen zusammenhalten, damit vielen Deiner Brüder und Schwestern, die
heute noch ohne Hoffnung, nur mit großer Angst in den Augen im Refugio ihr
Dasein fristen müssen, geholfen werden kann und auch sie aus der Hölle geholt
werden können.
Dagmar Odenthal
Und wir können
und dürfen von einem weiteren "Happy-End" berichten!
Happy-End für Tripple (Benji)
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