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Amado und Calimero - Zwei unzertrennliche Brüder geb. ca. Mai 2006
Einst dem Tode
geweiht, dann aus der Tötungsstation gerettet und nun ... das Happy-End!
Fangen wir mal von vorne an ...
Wir kamen zusammen in die Tötungsstation von Malaga, wo ganz ganz viele andere
Fellchen auch schon waren und sind. Es war schrecklich für uns ... wir hatten
Todesängste ... so viele Geräusche, so viele andere Fellchen die auch Angst
hatten. Und dann eine liebe Frau, die uns versuchte zu helfen ... uns die
Ängste zu nehmen, sich um uns kümmerte und ihre Freunde in Deutschland bat,
uns ganz schnell aus der Gefahrenzone zu holen. Denn in diesen Tötungsstationen
ist unser Leben nichts mehr wert und wenn es dort zu voll wird, dann müssen wir
mit unserem Leben bezahlen.
Doch wir hatten das große Glück, dass die Beschützer in Deutschland ganz
schnell gehandelt haben. Und so kamen wir in unsere Zwischen-Zuhause, wo wir
dann erst einmal unsere kleinen Seelen und Herzen haben landen lassen können.
Anhand der Bilder
seht Ihr unsere Entwicklung ... von damals bis heute. Damals hatten wir
Todesängste - heute sind wir stolze und selbstbewusste Kater!
So schauten wir
noch im Rufigo (der Tötungsstation) aus der Wäsche:

Unsicher, angstvoll ... was
passiert als nächstes ...???
Hier sieht es dann schon anders aus ... hier waren wir bereits bei unserer
Pflegemama, wo wir alles neugierig
inspizierten und kennen lernten.
Zwar waren wir da
auch noch unsicher, wir wußten ja nicht genau, ob hier alles ok ist oder ob
nicht
doch noch was Böses auf uns zu kommt, aber das hat unsere Pflegemama uns ganz
schnell spüren
lassen, denn wo so viel Liebe und Ruhe herrscht, kann es nichts Böses geben.
Und so haben wir
uns dann bei den Menschen vorgestellt und suchten unser neues Zuhause:
"Wir sind
zwei wunderschöne Kater und ungefähr 10 Monate alt.
Ich (Amado) war zuerst bei meiner Pflegemami. Calimero kam später dazu er war erst
bei einer anderen Pflegefamilie, aber dort hat er tagelang nur geweint, weil er mich
so vermisst hat. Wir kommen aus einer Tötungsstation in Malaga und haben schon
viel Leid gesehen.
Ich habe nachdem ich in Deutschland war tagelang nur unter dem Küchenschrank
gewohnt und hatte schreckliche Angst. Dazu kam noch mein schlimmer
Schnupfen, der nun aber schon wesentlich besser geworden ist. Ein paar
Tage später kam dann mein Bruder Calimero und die Wiedersehens- freude war
riesengroß. :))
Man haben wir uns gefreut, seitdem machen wir alles nur noch zusammen.
Wir toben und erkunden neugierig alles um uns herum und nachts schlafen wir
gemeinsam ein :). Wir wollen auf jeden Fall zusammen bleiben!
Calimero ist etwas zutraulicher als ich, aber wenn ich dir vertrauen kann, laufe ich
dir überall hinterher und möchte bei jeder Gelegenheit gestreichelt werden. Wir
sind oft noch sehr vorsichtig bei schnellen Bewegungen zum Beispiel, da zucken
wir ab und zu noch zusammen. Wir müssen uns eben noch an alles erstmal
richtig gewöhnen.
Ich, Amado verstehe mich gut mit den Katzen meiner Pflegemami, aber leider haben
die anderen Miezen Angst vor Calimero.
Daher wäre es schön, wenn wir bei dir/euch die einzigen Fellchen wären
und du/ihr schon etwas Erfahrung mit uns Fellchen habt.
Ein Zuhause mit ganz kleinen Kindern wäre nicht das richtige für uns, sie
sollten wenn schon größer sein, damit sie auch verstehen können, dass wir
eben hin und wieder schreckhaft sind und mit lauten unkontrollierten Geräuschen
nicht gut umgehen können."
Auf dieses Gesuch
und unsere Bilder hin hat sich dann UNSERE neue Mama gemeldet! Sie war hin und
weg von uns! Sie hat sich schlagartig in uns verliebt und sofort bei unseren
Beschützern nachgefragt, ob wir hübschen Buben denn überhaupt nicht da sind
und ein Zuhause suchen.
Und ja - wir suchten noch - aber die Suche hatte dann kurze Zeit später ein
Ende! Denn als wir uns kennen lernten war es um uns alle Drei geschehen! Es
stand fest ... wir hatten ein Zuhause, ein echtes, richtiges, festes Zuhause!!!!
Tja und jetzt
vergangenen Freitag war es dann soweit. Unsere Pflegemama, die uns bisher bei
sich ganz toll und liebevoll behütet hat, obwohl wir ihr (nun ja eigentlich nur
Calimero) ja schon so manches graue Haar gekostet hatte, weil er so stürmisch
sein kann und ihre ruhigen Katzenmädchen ganz schön mit seinem andalusischen
Temperament genervt hatte. Aber sie ist eine ganz tolle Pflegemama gewesen für
uns und dafür möchten wir uns auch hier gaaaaaaaaaaaaaaanz doll dafür
bedanken!!!
Unserer
Pflegemama Jennis tausend-hundert-millionen-Mal ganz dolle Nasenstuppsis und
Pfötchentupfer für all die Liebe und Fürsorge, Verständnis und das tolle
Pflegezuhause!!! DANKE!!!!!

Also weiter
geht's, dann hat uns Mama Jennis dann zu unserer nun echten, richtigen
Menschenmama gebracht, die sich natürlich auch schon ganz doll gefreut hatte,
dass wir nun endlich bei ihr einziehen konnten.
Und heute haben
wir unseren Beschützern schon eine Mail schreiben dürfen ... hey - das hat
super geklappt, denn Mama Katja hat uns dabei geholfen, also lest selbst!
"Hallo ihr
Lieben!
Nun sind wir ja schon zwei Tage in unserem neuen Zuhause, also muss ich euch
doch mal erzählen, wie es uns so geht. Amado und ich haben uns schnell
eingelebt naja, ich etwas schneller, aber Amado taut mittlerweile auch richtig
auf.
Die ersten drei Stunden am Freitagabend saß er noch in seiner Transportbox. Ich
bin immer mal wieder zu ihm hin und habe nach ihm geschaut, aber da bei ihm zu
sitzen, war mir auf Dauer zu langweilig. Ich bin lieber unserer neuen Dosi durch
die Wohnung hinterhergelaufen, habe mal alles inspiziert und ausgiebig mit ihr
geschmust.
Also mit diesem Kratzbaumgedöns konnte ich erst mal nicht viel anfangen, der
war mir noch etwas suspekt (pst, mal unter uns: die Dosi ist ja ne Frau, wer weiß,
ob die den auch wirklich stabil zusammengebaut hat). Und ich hab auch ne ganze
Weile gebraucht, bis ich dahinter gekommen bin, wie ich an der Gardine vorbei
aufs Fensterbrett komme. Aber mittlerweile schlafe ich total gerne in meiner
Liegemulde oder sitze am Fenster und schaue zu, wie draußen die Leute mit ihren
Hunden vorbeilaufen. Und Amado macht mir alles nach und findet's dann natürlich
auch prima. Also so an sich ist es gar nicht so übel hier, ich glaube, sooo
schlecht haben wir's gar nicht erwischt.
Die erste Nacht sind wir der Dosi glaube ich ziemlich auf die Nerven gegangen.
Die ersten paar Stunden bin ich bei ihr im Bett gelegen und habe geschlafen. Ich
war total müde, weil ich mich den ganzen Abend so fleißig umgeschaut und sooo
viel erzählt habe. Amado hat sich dann nachts ganz vorsichtig unser neues
Zuhause angesehen und kam sogar ein paar Mal zu uns ins Schlafzimmer. Dann hat
er angefangen, nach mir zu rufen. Zuerst habe ich einfach so getan, als würde
ich ihn nicht hören (Dosi auch), aber irgendwann bin ich eben doch aufgestanden
und wir sind zusammen ein bisschen durch die Wohnung getobt. Dosi hätte
bestimmt nicht gedacht, dass man so klein sein und doch so viel Radau machen
kann. Der haben wir's gezeigt!
Am Samstagmorgen musste Dosi für ein paar Stunden zur Arbeit. Wir waren in der
Zeit ganz brav, ehrlich, wir haben gar nichts kaputt gemacht. Als sie wiederkam,
hatte sie noch so ein komisches riesiges Ding dabei. Sie nennt es Kratztonne.
Wir finden es doof. Der Kratzbaum ist viel besser. Ich glaube, Dosi nervt das,
sie versteckt ständig Leckerlis in der Tonne, die denkt wohl, damit überredet
sie uns, das blöde Ding doch noch toll zu finden.
Gestern Nachmittag ist Amado plötzlich ganz anhänglich geworden, ist Dosi die
ganze Zeit nachgelaufen und wollte schmusen und spielen. Ich fand das toll, zu
dritt hat das viel mehr Spaß gemacht als mit Dosi allein. Und die Dosi hat sich
gefreut, weil wir sie beide so laut beschnurrt haben. Aber beim Essen war ich
dann doch ein bisschen enttäuscht, dass Amado sich seine Portion dieses Mal
auch abgeholt hat. Blieb viel weniger für mich übrig.
Heute Nacht waren wir brav, wir haben Dosi kein einziges Mal aufgeweckt.
Ehrlich. Heute Morgen haben wir erst um sechs angefangen, durch die Wohnung zu
trampeln wie zwei kleine Elefanten. Dosi hat sich gefreut, dass sie eine Stunde
länger schlafen durfte als gestern dabei haben wir doch nur vergessen, dass die
Uhr umgestellt worden ist, wir dachten, es wäre erst fünf.
Jetzt liegen wir gerade zusammen auf unserem Kratzbaum. Amado schläft und ich
nutze das aus und putze ihm die Haare gegen den Strich. Das gibt eine lustige
Frisur, sieht zum Schreien aus.

Dosi hat ganz viele Fotos von uns gemacht, sie ist ganz hin und weg, wenn wir
zusammen kuscheln und einander putzen.


Also, wir haben
jetzt noch viel zu tun (schlafen... fressen... schmusen... spielen... das Leben
ist anstrengend)! Machts gut, wir lassen wieder von uns hören.

Liebe Grüße Calimero & Amado
... und einen Gruß von der Katja sollen wir auch ausrichten...
Und bedanken möchten wir uns
noch bei:
Unserer Retterin Canan in Malaga
unseren Flugpaten, durch die wir in die
Freiheit fliegen durften
unseren Pflegemama's Jennis und Heike
und allen Menschen, die dazu beigetragen
haben, dass wir weiterleben dürfen!
Und natürlich unserer Mama Katja mit der
wir jetzt ein Leben lang glücklich sein dürfen!

Happy End ...
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