Gila's Straßenkatzen

Gila's Straßenkatzen

Wie an vielen Stellen in Spanien gibt es Katzen die weder jemanden haben der sie füttert, geschweige denn ein eigenes Heim.

 

Es ist nicht möglich überall diesen Tieren zu helfen, aber Gila hat es sich zur Aufgabe gemacht wenigstens einigen dieser armen Geschöpfe das Leben zu sichern. Es gab eine Zeit in der die Straßenkatzen an ihrem Haus immer wieder totgefahren oder vergiftet wurden. Es war schrecklich.
Doch Gila hat der Nachbarschaft unmissverständlich zu verstehen gegeben, das sollte sie jemanden dabei erwischen wie er einer dieser Katzen Leid zufügt, er seines Lebens nicht mehr froh werden würde.
Seit einem Jahr leben die Tiere dort nun unter Gilas Schutz und Fürsorge. Aber es ist nicht so einfach wie für manchen in Deutschland damit getan, zur Bank zu gehen, Futter zu kaufen und die Tiere zu füttern! Nein, denn die Realität ist eine andere!

Gila arbeitet am PC um für das Schreiben von Mails je 2 CENT zu erhalten. Wofür ??? Diese Frage ist einfach zu beantworten: Für die, die sie liebt: ihre Straßenkatzen.
 

 

Jeder kann sich ausrechnen wie viele Mails man schreiben muss um das Überleben dieser Katzen zu sichern. Gila kauft von diesem ver-
dienten Geld Trockenfutter.
Trotzdem haben diese Katzen Angst. Angst vor Menschen, Angst vor Fremden und am meisten vor Leid und Schmerz. Doch Gila vertrauen sie.
Sie haben verstanden, dass sie für sie sorgt und ihnen niemals Leid antun würde und manch eine kommt sogar wenn sie nach ihnen ruft oder lässt sich anfassen. Das alleine ist ihr Dank genug!
Früher gab es noch eine Engländerin die Gila unterstützt hat, so dass man so viel Geld zusammenkratzen konnte um die Tiere zu kast-
rieren und das Glück zudem das sie 2 x nach Roquetas fahren durfte um weitere Tiere kostenlos zu kastrieren führte dazu, dass nun alle Straßenkatzen die sie versorgt kastriert sind. Zudem fanden einige der Straßenkatzen bei ihr sogar ein Heim.
Ihr Traum wäre ein eigenes Stück Land mit Wohnung das nicht zu teuer ist, aber soviel Platz bietet, dass sie ein Freigehege bauen kann, um dann alle Straßenkatzen zu sich nehmen zu können.

doch wohl ein unerfüllbarer Traum?!

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Trauriger Nachtrag: Bösartiger Nachbar

Orvit, meine Mau, Rotkäppchen, Kitty, Ana, Miso und Popp - sie sind in höchster Gefahr!

Nachdem es endlich geschafft war, die Autofahrer in unserer Straße davon zu überzeugen, dass hier keine Autobahnauffahrt ist und die Straßenkätzchen in Sicherheit gewähnt waren, kam heute der große Schock:

Ein Nachbar erklärte, dass er all die "Viecher" erschießen wird. Sie verunreinigten seinen Garten, spazieren (angeblich, was ich nicht glaube, weil sie viel zu scheu sind) durch die offene Terrassentüre in sein Haus und "verewigen" sich dort...

Das große Problem ist, dass diese scheuen Katzen, die ein bisschen Vertrauen zu mir gefasst haben, schon mal mit der "Jaula" (Katzenfalle) Bekanntschaft gemacht haben, nämlich, als sie gefangen wurden, um sie kastrieren zu lassen. Ob sie wieder reingehen??? Ich hoffe es und bete darum.

Der Nachbar hat sich nach langem Hin und Her bereit erklärt, sein Gewehr noch für ca. 10 Tage im Schrank zu lassen, wenn ich dann die Katzen wegschaffe! Natürlich bringe ich meine Fellchen ins Katzenheim, da sind sie vorläufig sicher und gut behütet, glücklich werden sie nicht sein, sie sind doch hier Zuhause!!

Ein Platz für einen Freilauf, dann hole ich die "Kleinchen" wieder oder Rotkäppchen und Orvit - sie sind schon recht zutraulich. Wenn die Beiden ein sicheres und liebevolles Zuhause finden könnten, wäre ich sehr glücklich.

Eine Nachfrage bei der Polizei ergab nur Schulterzucken und "was geht es uns an, wer hier Katzen erschießt?" Es ist echt schrecklich! Niemanden kümmert das hier!

Was ist mit dem Tierschutzgesetz? Solange Tiere noch als Sache und nicht als "Lebewesen"  angesehen wird, passiert so etwas täglich und überall. Lasst uns das ändern!

Nun muss ich am Wochenende zum ersten Mal seit Jahren die Kätzchen hungern lassen. Sie müssen so hungrig sein, dass sie in die Fallen gehen. Mir blutet das Herz, dass ich zu solchen Maßnahmen greifen muss, um sie zu schützen.

Hier in der Straße (Sackgasse) hat man in den letzten Jahren so viele Katzen totgefahren, vergiftet und auch angeschossen...

Ich hatte wirklich die Hoffnung, dass meine Kastrationsaktionen und die Aufklärungsarbeit, die ich hier gemacht habe, etwas nutzen - ich weine hier bittere Tränen über soviel Hass und Unverstand.

Aber! wenn die Katzen hier alle weg sind, dann übernehmen Ratten und Mäuse die Herrschaft hier in der Straße. Ob das den Nachbarn lieber ist?

Ich werde natürlich weiterhin für meine "Kinder" sorgen, nur werden wir uns jetzt nicht mehr täglich sehen können.
Wir hatten hier ein so schönes Miteinander, nun werden sie zwar in unserem Katzenheim im großen Freilauf leben dürfen, aber glücklich - glücklich so wie jetzt - werden sie nie mehr sein.

Unendlich traurig Gisela Körner
im Oktober 2003 


Die Gute Nachricht: Alle Katzen sind in Sicherheit!

Seit Ende des Jahres 2004 befinden sich all diese Katzen in der Obhut des Katzenheim Roquetas - wo sie nun in Frieden und Sicherheit  leben. Natürlich hat das für das Heim eine zusätzliche finanzielle Belastung bedeutet, denn auch diese Fellchen haben Hunger, brauchen auch mal tierärztliche Versorgung, aber wie das zu bestreiten ist war erst einmal zweitrangig, es ging darum diesen Tieren Sicherheit und Obhut zu geben, die sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr hatten, da ihre ehemalige Betreuerin umziehen mußte und sie sich keinen Rat mehr wußte, wie die Tiere geschützt und versorgt werden können, da sie befürchtete, dass die Tiere vergiftet würden. Da gab es natürlich keine Überlegung, Katzenheim Vater Rolf hat sich gleich aufgemacht und die Katzen, die zum Teil sehr scheu waren, eingefangen und die armen Seelchen im Katzenheim aufgenommen. Heute geht es ihnen gut und vor allem sie "leben in Sicherheit" in einem der Freigehege. 

Ein kleines "Happy End" für Katzen-Seelchen, die zuvor keine Hoffnung mehr hatten ...

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© Katzenheim-Roquetas